
Während der Coronajahre erlebte das Unternehmen einen außergewöhnlichen Nachfrageboom. Innerhalb kurzer Zeit verdoppelte sich der Umsatz auf rund 10 Mio. €. Die bestehenden Lager- und Logistikkapazitäten reichten für das stark gestiegene Geschäftsvolumen nicht mehr aus.
Im Vertrauen auf eine dauerhaft höhere Nachfrage investierte der Unternehmer in eine deutlich größere Bestandsimmobilie und schuf damit die notwendigen Kapazitäten für weiteres Wachstum. Doch nach dem Ende des Booms veränderte sich der Markt grundlegend. Die Nachfrage ging stark zurück und der Umsatz fiel wieder auf das frühere Niveau.
Was blieb, waren die deutlich höheren Kosten und Finanzierungsbelastungen aus der Investition. Gleichzeitig belasteten hohe Warenbestände im Lager zusätzlich die Liquidität. Im ersten Jahr nach dem Boom rutschte das Unternehmen tief in die Verlustzone.
Aus einem während Corona stark wachsenden und erfolgreichen Handelsunternehmen wurde innerhalb kurzer Zeit ein Betrieb mit massiven Ertrags- und Liquiditätsproblemen. Die finanziellen Reserven wurden zunehmend aufgezehrt und schließlich drohte die Zahlungsunfähigkeit.
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