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Diese 10 Fehler bei der Betriebsführung kosten sie bares (Part 2)

Die Unternehmer haben alle Hände voll zu tun. Klar, dass auch einmal Fehler passieren. Manche Fehler kommen den Unternehmer aber teuer zu stehen. Worauf sollten Sie besonders aufpassen?


#6: Auf die Nachkalkulation verzichten


Viele Unternehmer verzichten auf die Nachkalkulation restriktive kalkulieren nur bei Großaufträgen nach. Hierbei verschenken die Betriebsinhaber aber häufig wertvolle

Erkenntnisse und Handlungsgrundlagen.


Die Nachkalkulation zeigt Ihnen nicht nur, mit welchem Auftrag Sie Geld verdienen oder nicht. Mit ein paar kleinen Handgriffen kann die Nachkalkulation zur strategischen Waffe umgebaut werden, mit der Sie schnell erkennen, mit welchem Kunden, welchem Produkt oder welchem Montageteam Sie welchen Gewinn realisieren.


So lassen sich strategische Entscheidungen bis auf Produkt- oder Kundenbasis treffen. Produkte oder Kunden lassen sich transparent nachverhandeln oder aus dem Portfolio streichen, wenn die benötigte Gewinnspanne nicht ausreicht. Auch die eigene Montagegruppe kann gezielt und transparent gesteuert werden, um gezielte

Verbesserungen herbeizuführen.


So vermeiden Sie langfristig nicht nur unrentable Aufträge, sondern fokussieren sich verstärkt auf die rentabelsten Bereiche. Damit verbrennen Sie künftig kein Geld mehr, sondern verdienen mehr Geld.


#7: Keine stabile Geschäftsentwicklung


Manche Unternehmer kennen es, in einem Jahr läuft es bombastisch, in den beiden Folgejahren nur mäßig.


Auskunfteien wie die Creditreform bevorzugen eine stabile Geschäftsentwicklung. Bei einer instabilen Geschäftsentwicklung sind die Auskunfteien vorsichtiger bei der Bewertung eines Unternehmens und das schlägt sich im Bonitätsindex wieder.


Gut ist ein Bonitätsindex von weniger als 249. Fällt der Index schlechter aus, könnten es Betriebe schwer haben, gute Konditionen bei Lieferanten zu bekommen. Lieferanten

und andere Dienstleister nutzen häufig noch Auskunfteien wie die Creditreform zur Überprüfung der Bonität des Kunden.


Was können Sie als Unternehmer machen, um die ihren Bonitätsindex zu verbessern?


Überlegen Sie sich genau, welche neuen Aufträge Sie annehmen. Nehmen Sie beispielsweise einen Großauftrag an, den Sie nicht ohne weiteres stemmen können, schlägt

ihnen das negativ auf Ihre Bilanz.


Optimieren Sie Ihre Erlös- und Kostenstruktur, um Schwankungen in den Geschäftsjahren abzumildern und die Gewinne zu steigern


Versorgen Sie die Creditreform mit Daten. Wenn kein Jahresabschluss vorliegt, macht sich das in einer Abstufung des Bonitätsratings bemerkbar, frei nach dem Motto:


„Keine Zahlen sind folglich schlechte Zahlen.“


#8: Nur Kontakt zu einer Bank haben


Betriebe haben bei Aufträgen oft große Summen vorzufinanzieren oder tätigen teure Investitionen in Maschinen und Anlagen. Die Erfahrung zeigt, dass Unternehmen welche nur auf eine Bank vertrauen, öfter Probleme bekommen, da die Bank auch mal „Nein“ sagen könne. So werden wichtige Investitionsentscheidungen verschoben oder die Finanzierung eines Projekts droht zu platzen.


Der Aufbau einer zweiten Bankverbindung ist daher unerlässlich, um solche Probleme zu vermeiden. Um Vertrauen zu schaffen, sollten Sie beide Banken mit Ihrem Jahresabschluss und Ihrer Jahresplanung versorgen. Auf dieser Basis sind die Banken viel eher bereit, Sie aufzufangen und verfügen auch über die nötige Datengrundlage schnell zu handeln.


#9: Mehr Fach- als Führungskraft sein


Viele Inhaber von Handwerksbetrieben sind selbst noch operativ tätig. Trotz häufiger Mitarbeit auf den Baustellen oder der Verantwortung als Projekt- und Bauleiter, müssen

sich die Chefs von der Fachkraft zur Führungskraft entwickeln, da Sie wichtige wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen haben.


Wer ständig im Einsatz auf der Baustelle unterwegs ist, hat es schwer, sich abzuheben und Zeit zu finden, wichtige Entscheidungen in Ruhe zu treffen.


Als Unternehmer müssen Sie sich Zeiten schaffen, in denen Sie sich mit Ihrem Betrieb und Ihren Zahlen beschäftigen. Nur so können Sie den Betrieb langfristig weiterentwickeln und

langfristig am Markt bestehen.


#10: Die Nachfolge nicht regeln


Unternehmer beschäftigen sich viel zu spät mit dem Thema Nachfolge und vernichten damit häufig Vermögen. Im schlimmsten Falle droht die Betriebsschließung, wenn kein Nachfolger gefunden wird.


Die Erlöse aus dem Verkauf von Gebäuden, Grundstücken und Maschinen dienen dann

zur Bezahlung der Auslaufkosten (bspw. Dauerfrist- und Leasingverträge), möglichen Abfindungen von Mitarbeitern und der Liquidation.


Um diese Problematik zu vermeiden, sollten Sie die Nachfolge ab Mitte 50 auf ihre persönliche Agenda packen.


Gerade bei der internen Nachfolge sollte darauf geachtet werden, dass die Erbschaftssteuer keine negativen Auswirkungen auf die Nachfolger hat. Bei der externen Nachfolge (wie auch bei der internen) sollte darauf geachtet werden, dass sich der Betrieb in einem übergabefähigen Zustand befindet, um die Übergabe zu gewährleisten. Eine zu schwache Gewinnsituation oder ein vorliegender Investitionsstau kann im schlimmsten Falle zu

einer ausbleibenden Nachfolge führen.


Eine schlechte Übergabefähigkeit wirkt sich immer negativ auf den Verkaufspreis aus.

Um eine optimale Nachfolge zu gewährleisten, sollten Sie diese zur rechtzeitigen Chefsache erklären!

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